Corona Krise – Freiwillige Isolation und Ausgangsbeschränkungen Tag 10

Fakten des Tages:

Bundestag beschließt Hilfspaket in Milliardenhöhe, Corona-Krise: Neuinfektionen in Deutschland steigen weiter, Schulabschlussprüfungen werden trotz Corona-Krise vorerst weiter durchgeführt, Einreiseverbot für Saisonarbeiter in Deutschland, Spanien meldet mehr Todesopfer durch Covid-19 als China, Einigung in den USA auf Billionen-Rettungspaket, zweiter Corona-Test von Merkel negativ

Stand der Infizierten in Deutschland: 37.323 Menschen

Berlin, Mittwoch, der 25.03.20 – „Kontaminierte Friseure und Promis unter Palmen“

Wieder einmal muss ich mich über die Menschen wundern. Wie ich ja bereits erzählte, ist meine Freundin E. Friseurin, die nun mittlerweile auch wegen der Corona-Krise nicht mehr arbeiten darf. Das hält jedoch einige ihre Kunden nicht davon ab, sie persönlich anzurufen und darum zu bitten Hausbesuche zu machen, da „die Kinder“ dringend neue Haarschnitte benötigen. Wofür denn? Für attraktiveres Home-Schooling? Schöne Quarantäne-Erinnerungsfotos für die Familien-Cloud? Damit sich mal 60 Minuten ein Fremder, um die Bälger kümmert, damit Papa und Mama in Ruhe im Nebenzimmer streiten oder wahlweise fummeln können?

Bitte lasst das sein. Nicht das Fummeln, außer mit Fremden, aber Haareschneiden? Echt jetzt? Erbitte sofortigen Stopp derartiger Quatsch-Anfragen. Hausbesuche von Friseuren haben nämlich in Italien zu einer Ausbreitung des Virus beigetragen, da die Parrucchiere, als kontaminierte Überträger, fröhlich von Familie zu Familie gezogen sind.

Wenn ihr was gegen die Langeweile tun wollt, meldet Euch beim DRK, schmiert Stullen für Obdachlose und oder kauft für Oma von nebenan ein. Auch ein gemeinsamer Frühjahrsputz kann überschüssige Energie abbauen, bevor sie zu dererlei geistigem Durchfall wird.

Perfekte Überleitung zu meiner heutigen TV-Erfahrung. Da ich bereits vor zwei Jahren mein normales Kabel-Fernsehen abgemeldet habe, entgehen mir seitdem regelmäßig intellektuelle Höheflüge wie der „Bachelor “ oder „Das Sommerhaus der Stars“. Meine „Camp Corona“- Familie hingegen fröhnt dem Genuss trashiger RTL-Formate völlig ungeniert. Das diesjährige Frühlings-Highlight heißt „Promis unter Palmen“. Ein scheinbar wahllos zusammengeworfener Haufen mir größtenteils unbekannter Hackfressen, die in einer „WG“-artigen Hausgemeinschaft auf einer thailändischen Insel degenerierten „Challenges“ wie Pappmache-Eier sammeln in Dino-Kostümen ausgesetzt werden. Der Lohn für die harte Arbeit an der heiß umkämpften „Schrott-Promi“-Front sind einhunderttausend Euro.

Besondere Freude für uns Berliner ist die Kombination von Desiree Nick und Claudia Obert. Zwei stadtbekannte Kodderschnauzen in den besten Jahren, die sich gegenseitig nicht das schwarze unter den Nägeln gönnen. Während Erstere für ihre waffenscheinpflichtige, spitze Zunge bekannt ist, machte Zweitere, ihres Zeichens Boutiquenbesitzerin in der Hauptstadt, bisher eher durch fremdschamerzeugende, anzügliche Auftritte und einen Dauerschwips auf sich aufmerksam.

Der Rest der Truppe ist wenig erwähnenswert – ausgenommen Ronald Schill, dessen Nutten-und Kokainsuchtgeschädigte Persönlichkeit sich in endlosen Wichtigtuer-Monologen verliert und mit als „Komplimente an die Damen“ getarnter Selbstbeweihräucherung versucht, Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Es kam wie es kommen musste. Desiree Nick wurde bereits an Tag eins von Frau Obert für den Rauswurf nominiert, dem sie nur haarscharf entkam. Jetzt werden die Messer gewetzt. Und ich – angefixt wie ein Kleinkind auf Fanta und 2 Tüten Gummibärchen – bin mit Sicherheit nächste Woche wieder mit dabei, wenn Desiree ihre Hater genüsslich tranchiert.

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